Anlässlich der Verhaftung eines Königs am 13. Mai 2025, ihr wisst schon welches Königs, möchte ich, speziell für meine Stammzuschauer, auseinandernehmen, wie sich die Sache aus naturrechtlicher Sicht darstellt. Die folgenden Erläuterungen richten sich an jene, die sich bereits mit der Philosophie der Freiheit, auch Anarchismus oder Voluntarismus genannt, angefreundet haben, aber unsicher sind, wie sie das Phänomen einordnen könnten.
Jeder darf glauben, was er will und leben wie er will, solange er anderen fühlenden Wesen keinen Schaden initiiert. Daher bin ich nicht daran interessiert, irgendjemand zu überzeugen, und insbesondere nicht Leute, die auf einer der beiden Seiten investiert haben: weder jene, die glauben, ältere Staatsgebilde bestünden fort, noch jene, die an das gegenwärtige Gebilde glauben. Beide leiden an einem Gedankenvirus, der besagt, dass Menschen Führung brauchen. Deshalb sind sie für die allereinfachsten Konzepte nicht zugänglich, die es braucht, um Klarheit in die Frage bringen, welche Auffassung denn nun die richtige sei. Sie können mich buchstäblich nicht hören, bis sie begriffen haben, dass jeder Mensch auf alle Zeit ungeschmälert sich selbst gehört und daher keine Regierung jemals legitim sein kann.
Tut mir und euch selbst also einen Gefallen: Weist niemand auf diese Sendung hin, der in seinen etatistischen Überzeugungen gefestigt dasteht. Das gibt nur Ärger. Gebt ihm lieber Episode 19: Eigentum berechtigt. Dann seht weiter. Logik und Vernunft sind Fremdwörter im Land der Richter und Henker. Also gebt euch keine Mühe, dem BRD-Gläubigen oder auch dem R-Bürger euer Verständnis im Einzelnen zu erklären. Ihr seid der Häresie schuldig; basta! Willkommen im besten Deutschland aller Zeiten.
Die Art und Weise, wie Etatisten Zugang zur wahren Freiheit bekommen, besteht im Zusammenbruch oder zumindest der schweren Beschädigung ihres Weltbildes. In der Regel passiert das, wenn sie selbst so offensichtlich nicht mehr Begünstigte des gesellschaftlichen Pyramidenspiels sind, dass es ernsthaft wehzutun beginnt. Widersprüchlichkeiten fallen auf: Die vermeintliche Solidarität der Sozialsysteme greift gerade dann nicht mehr, wenn sie sie am dringendsten bräuchten; die vermeintliche Rechtsstaatlichkeit wendet sich gegen sie und fügt schmerzhafte Verluste zu; äußert man sich zur erfahrenen Ungerechtigkeit, entpuppt sich auch die vermeintlich freie Rede als den Angepassten vorbehalten. Nun wenden sich selbst Freunde und Verwandte gegen einen. In dem schönen Escher-Gemälde, in dem sie bisher lebten, fließt das Wasser nicht mehr wie bisher aufwärts. Unordnung macht sich in ihrem Leben breit, etwas, das der Deutsche hasst wie die Pest. Doch die Unordnung ist nicht wirklich Unordnung, sondern die natürliche Ordnung des Universums, die sich Bahn bricht. Bis man das begreift, hat man seine liebe Not mit dem System, das man nach einem ganzen Leben nun endlich als solches spürbar wahrnimmt.
So ging es auch der Heldin einer autobiographischen Erzählung, die mir die Anregung gab, das Thema endlich einmal aufzugreifen. Sie war aufgrund eines formal korrekten, aber vom Apparat tabuisierten Vorgangs – der Bestellung eines ‚gelben Scheins‘ – in die R-Bürger-Ecke gestellt, drangsaliert und sozial vollständig zerstört worden. Als sie sich gerichtlich dagegen zu wehren versuchte, erhielt sie absurde Urteile. Und so begann sie sich in die juristische Literatur einzuarbeiten, die ihr die vollständige Haltlosigkeit des gegenwärtigen Gesellschaftsgebildes im positivistischen Raum schlüssig darlegte. Innerhalb des Rechtspositivismus, also der von Menschen geschriebenen Regeln, schienen ihr die R-Bürger völlig recht zu haben, wenn sie sagen, wir lebten in der Illusion eines Staates, der nur durch den Glauben an seine Existenz bestehe, während es sich eigentlich um eine Gesellschaft im Sinne eines Wirtschaftsbetriebs handele. Die meisten Beamten sind sich nicht bewusst, dass sie für eine Rechtsfiktion arbeiten, und diejenigen, die es wissen, sind Zyniker, die diese Fiktion gnadenlos gegen jeden verteidigen, der sich aus ihr befreien will. Die Heldin, wie viele andere, lernte das auf die harte Tour.
Frei nach dem Motto: „Der Feind meines Feindes ist mein Freund“, erachtete sie sich nun als Bürgerin des Großherzogtums Baden, landete also bei der Auffassung, wenn die BRD nicht rechtens ist, muss es ein Vorgängergebilde sein, das unerkannt fortbesteht. Hier gibt es reich-lich Auswahl an Verfassungen, Grenzziehungen und Volksdefinitionen, denn die Deutsche Frage ist nie für alle Betroffenen gleichermaßen zufriedenstellend beantwortet worden. Das Konstrukt der Wahl findet so mancher im Wilhelminischen Reich (1871-1918). Aber man sieht schon an dieser oberflächlichen Darstellung, dass die Sache so kompliziert ist wie nur vorstellbar. Der Grund hierfür liegt in falscher Wahrnehmung, falscher Logik und den entsprechend falsch geschaffenen Tatsachen, die eine Vielzahl von Widersprüchlicheiten in die Welt setzen, aus denen unendlich viele Rechtsauffassungen abgeleitet werden können – alle falsch! Wir kommen später darauf zurück, wo der Fehler liegt.
Aber die Hüter der offiziellen, nämlich BRD-ischen Auffassung, beanspruchen die Wahrheit allein für sich, und sie tun dies mit der regimetypischen Gewaltorgie, die jeden überzieht, der an der Legitimität des Herrschers einen Makel findet. Lediglich Fragen zu stellen oder die Verhältnisse neutral auseinanderzuklauben lässt in den Etagen der Macht schon sämtliche Alarmglocken schrillen. Für so jemand gibt es keine differenzierte Betrachtung, sondern nur einen Platz in der Schublade mit der Aufschrift Feind, im Hängeregister „R-Bürger & Selbstverwalter“.
„R-Bürger & Selbstverwalter“
„R-Bürger & Selbstverwalter“ – in diesem widersprüchlichen Terminus des sogenannten Verfassungsschutzes (welche Verfassung schützt der eigentlich?) erkennt man die Denkweise der Häscher: Hier landet jeder, der die Legitimität des herrschenden Gebildes leugnet. Nicht die sogenannten Linksradikalen, denn die anerkennen ja die politische Realität, indem sie sie bekämpfen, sondern die sogenannten Rechtsradikalen, die glauben, das de facto herrschende Konstrukt habe sich die Macht unrechtmäßig angeeignet. Hier findet man also die, die an den Fortbestand des Reichs in den Grenzen von 1937 glauben, ebenso wie die, die an den Fortbestand des Kaiserreichs glauben, ebenso wie die, die auf die Rückkehr Friedrich Barbarossas warten, ebenso wie die, die ein neues Königreich gegründet haben und die, die ihre Grundstücke zu autonomen Zonen erklären.
Welches Reich meinen sie da also und was heißt das Wort eigentlich? Ein Reich ist das Herrschaftsgebiet eines Königs oder Kaisers, ein Staat, ein Imperium gar. Es stammt vom indogermanischen regjo ab, das König bedeutete.
Und ein Bürger ist ein Staatsangehöriger, einer, der mit seinem Vermögen für etwas bürgt, ursprünglich ein Burgverteidiger.
Ein R-Bürger wäre also einer, der mit seinem Vermögen und seinem Leben für den König sowie dessen Staat bürgt, dem er, der Staatsbürger an-gehört. Kein Freier jedenfalls, sondern einer der verwaltet werden möchte.
Schauen wir uns den Selbstverwalter an, der dem R-Bürger gleichgestellt wird. Unter dem Begriff Hoheitsgewalt finden wir im Wörterbuch nützliche Hinweise hierzu:
Hoheitsgewalt ist die Befugnis des Staates, einseitig rechtlich verbindliche Anordnungen zu erlassen. Die Hoheitsgewalt ergibt sich aus dem Wesen des Staates. Die Ausübung der Hoheitsgewalt erfolgt durch die Verwaltung, insbesondere durch Beamte.
– Vahlen Juristisches Wörterbuch
Eine Verwaltung ist die Organisation der Abläufe in Betrieben, Institutionen, öffentlichen Diensten oder auch Computern. Wer etwas verwaltet, kümmert sich auftragsgemäß um eine Sache, übt also ein Amt (offizielle Stellung) aus. Wir erinnern uns: das Wort Amt kommt von der indogermanischen Wurzel, die ‚das Vieh treiben‘ bedeutete.
Zu walten wiederum bedeutet zu herrschen, bestimmen, handeln. Es ist das, was ein Souverän oder selbstbestimmter Mensch tut. Ein Mensch waltet also, der Staat und seine juristischen Fiktionen, die man Personen nennt, ver-walten.
Die Selbst-Verwaltung ist ein Oxymoron, denn man kann nur das Andere, das Untergebene, die Sache verwalten, während das Wesen des Menschen, der für sich selbst steht, frei ist und anderen ihre Freiheit lässt. Der sogenannte Selbstverwalter will mit Verwaltung gar nichts zu tun haben, in vollständigem Gegensatz zum R-Bürger, der sich wünscht, der registrierte Untertan eines Königs zu sein und dessen Gesetzen treu zu folgen. Der R-Bürger steht dem BRD-Bürger näher als dem sog. Selbstverwalter. Erstere sind beides Etatisten, letzterer ein Anarchist. Er hat überhaupt nichts mit irgendwelchen Legitimitätsfragen am Hut, sondern beansprucht sein natürliches Recht, als freier Mensch nicht der Staatsgewalt zu unterstehen. Bei „R-Bürger“ und „Selbstverwalter“ handelt es sich also um zwei völlig verschiedene Spezies. Einig sind sie sich lediglich bezüglich der Legitimität der BRD. An dieser Tatsache kann man zweifelsfrei ablesen, welche Sorgen die Herrschenden primär umtreiben: dass ihre Macht flöten geht, weil das menschliche Vieh ihren Befehlen nicht mehr folgt, weil sie sie nicht mehr als Hirten anerkennt.
Vom Regen in die Traufe
Nun kann ich nachvollziehen, wie jemand – fälschlicherweise – zu dem Glauben gelangt, des Meisters Haus mit des Meisters Hammer abreißen zu können, wie man so schön sagt, also dem „geltenden Recht“ mit dessen eigenen Worten die Unrechtmäßigkeit nachweisen will. Denn ich habe mich zwar nicht annähernd so viel mit den Verrücktheiten rund um „Deutschland“ und sein „Recht“ befasst wie viele der sogenannten R-Bürger, doch scheint mir ihre Argumentation schlüssig und diese ganze BRD formaljuristisch ein Luftschloss darzustellen.
Was ich aber nicht verstehe, ist die Tatsache, dass die Erkenntnis der Absurdität des heutigen „Rechtsstaats“ keineswegs zur Erkenntnis der Absurdität jeder Staatlichkeit geführt hat, sondern zu dem Wunsch, Bürger des Kaiserreichs zu sein. Denn so kommt man nur vom Regen in die Traufe.
Auch das Kaiserreich beruhte auf willkürlicher Gewalt und erpresste auf räuberische Weise „Steuern“, wenn auch „nur“ 4-10%.
Jeder Staat ist ein Alleinnutzungsanspruch auf ein Territorium und die darin lebenden Menschen. Der Anspruch geht von einem Herrscher oder einer Herrschergruppe (Regierung) aus. Jede Herrschaft basiert darauf, den Willen des Einzelnen zu brechen, damit der Wille des Herrschers umgesetzt werden kann, und jede Regierung ist für ihre Tätigkeit auf Finanzen angewiesen, die sie von denen erpresst, deren Willen sie gebrochen hat. Jeder Anspruch auf einen fremden menschlichen Leib und die Früchte seiner Arbeit ist jedoch naturrechtswidrig und stellt Sklaverei dar. Regierung ist Sklaverei und bleibt es, ob sie nun 100% oder nur 1% unserer Erzeugnisse bei Androhung von Gewalt einfordert. Alles menschengemachte Recht ist eine Anmaßung und eine Absurdität, denn entweder entspricht es dem Naturrecht – dann ist es überflüssig; oder es widerspricht ihm – dann ist es nichtig.
Der Streit über die Legitimität – ob BRD oder DR; ob 1871, 1937 oder 1990; ob Monarchie oder Demokratie; ob Staat oder Wirtschaftszone; ob Verfassung oder Grundgesetz – ist vollständig irrelevant. Es handelt sich um eine falsche Dialektik, die nahelegt, dass der jeweilig bekämpfte Feind lediglich ein Buhmann ist, dessen Monstrosität vom eigentlichen Widerspruch ablenkt. Unabhängig davon, ob die Dialektik speziell für diesen Zweck geschaffen wurde, dient sie doch praktischerweise dessen Zielen, ist also Teil der psychologischen Kriegführung gegen die Menschheit.
Es gibt nur eine wahre, natürliche Dialektik: die zwischen Wahrheit und Unwahrheit, zwischen Freiheit und Unfreiheit, zwischen Liebe und Furcht, zwischen Gut und Böse, Richtig und Falsch, und die Entscheidung für diese oder jene Seite treffen wir in jeder einzelnen Sekunde mit jeder einzelnen Handlung bzw. Nichthandlung. Das sollte meinen Stammzuschauern unzweifelhaft klar sein.
Legal frei werden
Die legalistische Selbstbefreiung, also der Gang durch die Instanzen und die Argumentation im Rahmen des positiven Rechts, ist gleichbedeutend mit der Anerkennung des Sklaventitels. Das ist zwar buchstäblich ‚legitim’ (iSv gesetzmäßig) aber in Verkennung der Gewaltbereitschaft des Staates. Denn selbst wenn es Einzelnen gelingen sollte, sich so von allen herrschaftlichen Ansprüchen zu lösen – und mir ist keiner bekannt, der es vollständig geschafft hätte –, wird es niemals eine sichtbare Menge von Leuten dahin bringen können, denn der Staat schützt sich vor einem solchen Schnitt in seine Pulsadern mit allen Mitteln; wie immer, möchte man sagen. Das Fundament des Staates besteht nämlich in zweierlei: 1.) dem Glauben des Volkes an die Lüge der Rechtmäßigkeit seiner Autorität und 2.) der Furcht des ungläubigen Volkes vor seiner Gewalt. Lüge und Gewalt gehen stets Hand in Hand. Die Lüge verschleiert die Gewalt und die Gewalt schützt die Lüge im Kampf gegen Wahrheit und Freiheit.
Ob aus legaler Sicht dein Name als juristische Person verwendet wird, um dir vorzutäuschen, du handeltest auf eigene Rechnung, während du unwissentlich als Personal der BRD GmbH handelst, oder ob du aus naturrechtlicher Sicht einer räuberischen Erpressung zum Opfer fällst, wenn der Staat Steuern für diesen Handel einzieht, bleibt sich für dich letztlich gleich. Es ändert nur für die Sklavenhalter etwas: das Maß ihrer Schuld /Karma.
Im ersten Fall – wenn du es also aus juristischer Sicht betrachtest – bist du getäuscht worden und hast deswegen unwissentlich einen Personalvertrag abgeschlossen. Das ist sittenwidrig und der Vertrag nichtig. Du bist nicht an ihn gebunden. Und selbst wenn er rechtens wäre, bestünde seine Nichterfüllung deinerseits lediglich in einem Mangel an Tugend, während deine vertragsgemäße Mitwirkung am Kriegs- und Versklavungsunternehmen Staat zahlreiche Menschenrechtsvergehen direkt oder indirekt beinhaltet. Diese sind mit nichts zu begründen, schon gar nicht mit simpler Verpflichtung zur Vertragstreue. Nochmals: All diese Verträge mit dem Staat sind sowohl formal als auch inhaltlich sittenwidrig bzw. kriminell und von vorn herein ungültig. Die Kontrolleure und ihr Management machen sich durch den Betrug die Finger kaum dreckig, während du als Soldat, Beamter, Polizist oder Konzernangestellter, sogar als einfacher Bürger und Steuerzahler bis zum Hals in Schuld verstrickt bist.
Im zweiten Fall – wenn du es aus rein naturrechtlicher Sicht betrachtest – bist du durch den staatlichen Versuch, dich zu versklaven und für Naturrechtsverstöße zu missbrauchen, Opfer einer Menschenrechtsverletzung. Wichtig ist für die Kontrolleure hierbei, dass du dir für sie die Hände schmutzig machst. Deshalb dienen sie dir all diese Verträge an, schieben sie dir unter oder nötigen sie dir auf. Solange du zustimmst, sind sie erst mal aus der karmischen „Haftung“ entlassen, aber Verträge haben nur Wirkung, wenn sie durch unsere Zustimmung unterfüttert sind. Du bist nicht verpflichtet, Verträge zu erfüllen bzw. dein Wort zu halten, wenn dies anderen fühlenden Wesen Schaden initiiert, sondern du bist im Gegenteil gehalten, die Rechte Anderer zu wahren und du bist zur Notwehr gegen jeden Zwang berechtigt.
Ich lege es nicht darauf an, dir eine Selbstbefreiungsstrategie anzuempfehlen. Ich möchte lediglich einige Gedanken und Erfahrungen hierzu teilen. Der juristische Weg ist lang, teuer und vor allem nervenzehrend. Ist er wirklich weniger schmerzhaft? Praktikabler? Rechtlich korrekter? Erfolgversprechender? Du kannst es versuchen; einem Einzelnen mag es gelingen, Schlupflöcher zu finden. Aber aus meiner Sicht werden wir als Gesellschaft das positive Recht nicht durch Juristerei überwinden. Da uns der Staat sowieso nie kampflos ziehen lassen wird – wir stehen hier einem globalen Kartell entgegen –, kannst du dich auch gleich auf den Standpunkt stellen, dass alles menschengemachte Recht Makulatur ist und du jeden Vertrag – sicherlich jeden sittenwidrigen Vertrag – jederzeit auflösen kannst. Denn alle Regelungen des positiven Rechts, die mit dem Naturrecht konform gehen, sind überflüssig; alle Regelungen, die gegen das Naturrecht verstoßen, sind nichtig! Ob du dich nun legal oder extralegal für frei erklärst, in beiden Fällen trennst du dich von deinem Bekenntnis zur BRD und bekennst dich stattdessen zu Gott und den natürlichen Rechten, d.h. den unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage von Frieden und Freiheit in der Welt. Denn so wie Landesrecht durch Bundesrecht gebrochen wird, wird menschengemachtes Recht ohnehin durch natürliches Menschenrecht gebrochen.
Dein Bekenntnis zum Menschenrecht muss allerdings von Herzen kommen. Du musst zutiefst verstehen, dass jedes fühlende, mit einem Willen ausgestattete Wesen frei geboren wurde und welche Rechte es hat. Du musst dich freudig damit einverstanden erklären; nicht als Lippenbekenntnis vor der Welt, sondern vor dir selbst und dem Schöpfer, in Form gelebten Respekts für alles Lebendige. Erst wenn du fähig bist, schonungslos die Wahrheit über dich selbst zu sehen und dann mit dir ins Gericht zu gehen, bist du zur Freiheit bereit. Keine äußere Instanz beurteilt das; du musst niemand von deiner Aufrichtigkeit überzeugen; was andere über dich denken, ist völlig irrelevant. Nur du kannst wissen, ob du aufrichtig bist, und nur wenn du es bist, bist du auch frei. Wahrheit und Freiheit sind miteinander so eng verflochten wie Lüge und Gewalt. Man kann eins ohne das andere nicht haben.
Die Machtfrage
So kategorisch ich in meinem Ansatz zur Selbstbefreiung denke, bin ich doch kein Puritaner. Wir können und müssen in der wirklichen Welt agieren, in der jeder Weg, der anderen fühlenden Wesen keinen Schaden initiiert, ein richtiger Weg ist. Nur sollten wir auch berücksichtigen, dass wir durch unseren Selbstbefreiungsprozess die Macht der vermeintlich Herrschenden untergraben: die R-Bürger, indem sie sich einem anderen menschengemachten Rechtssystem unterwerfen, Anarchisten, indem sie sich dem Naturrecht unterwerfen. Das Problem für den, der eine andere Regierung oder Regierungsform anstrebt, ist die direkte Konfrontation mit dem herrschenden System. Er fordert die Macht heraus, um sie durch eine andere Macht zu ersetzen. Das führt auf dem kürzesten Weg zu gewaltsamen Übergriffen des Systems und, wenn man sich wehrt, zu bewaffneten Auseinandersetzungen.
Für den Anarchisten stellt sich die Sachlage anders dar. Er versucht nicht, die herrschende Macht durch eine andere zu ersetzen. Daher kann er im Verborgenen agieren, ohn-mächtig aber nicht macht-los, sondern selbst-ermächtigt. Er kann sich alternative Strukturen schaffen bzw. diesen beitreten, Strukturen, die all das ersetzen, was er bisher aus dem System bezogen hat: Arbeit, Finanzen, medizinische Behandlung, Informationen, Schutz, Nahrung, Betreuung, Transport, Unterkunft, Kommunikation, usw. Es steht ihm offen, den Übergang vom Mainstream in den Untergrund in jeder ihm genehmen Dauer zu vollziehen, vorübergehend wieder aufzutauchen oder bei Fehlversuchen neu anzusetzen. Seine staatlich aufgezwungene Persona kann dabei so lang bestehen bleiben, wie es ihm nützt, während seine Interaktion mit den staatlich angeschlossenen Systemen zunehmend schwindet. Hierfür Gesetzeslücken zu nutzen könnte Teil der Strategie sein
Die physische Bedrohung ist dagegen nur auf drei Wegen spürbar zu reduzieren: 1.) durch Revolution, wovon ich dringend abrate, 2.) indem man abtaucht, um sich nur wenn nötig draußen zu bewegen, und 3.) indem man sich selbst in andere geographische Gebiete abseilt, die weniger staatlichen Druck abbekommen (dünn besiedeltes Land) oder einem anderen Rechtsbereich angehören (Ausland). Sich auf Reisen zu begeben, also mit wechselndem oder ohne festen Wohnsitz zu leben, kann ebenfalls hilfreich sein. Welchen Weg man geht, welche Register man zieht, hängt ganz von der persönlichen Situation ab: den Mitteln, den Kenntnissen, den Beziehungen, dem Willen und dem Mut.
Vielen Dank für dein Interesse, und nochmals die Bitte, diesen Beitrag nicht weiterzuempfehlen.
Literatur:
- R-Bürgergruppe verboten, Gründer in Haft / mdr, 13.5.2025
- Befreiung. Ende eines unsichtbaren Krieges / G i l l a r d o n, E l k e, 2020
