Episode 117: Anarchie – Die Welt unter Naturrecht

Wie wird die Welt aussehen, wenn es keine Regierungen mehr gibt?

  1. Gegenfrage: Wie sieht sie denn heute aus? Alles paletti? Gibt es für alles eine Lösung?
    • Die allermeisten Probleme entstehen aus autoritär gelenkten Massengesellschaften, in denen niemand mehr persönliche Verantwortung trägt.
    • Kaum noch Wirkmächtigkeit beim Einzelnen.
    • Die Zukunft ist keine praktische sondern eine moralische Frage. Wir müssen aufhören, Schaden anzurichten, selbst wenn wir Nachteile davon haben.
  2. generell:
    • Anfangs wäre es noch sehr ähnlich. Chaotische Übergangsphase, bis alle sich neu orientiert haben. Menschen sind jedoch hilfsbereit, zeigt die Erfahrung.
    • Viele der drängenden Probleme unserer Tage gäbe es später (2 Generationen) nicht mehr, weil ihnen die Grundlage (Autorität, Willkür, Massengesellschaft) fehlte.
    • Innerhalb der moralischen Prinzipien ist alles erlaubt, denn ein Recht ist jede Handlung…
    • alles möglich, weil alles FREI ist
    • Daher keine Utopie
    • Nicht mein Recht, für andere festzulegen, was sie tun sollen
    • Nicht meine Aufgabe, Deiner Phantasie Grenzen zu setzen. Ich reiße nur Möglichkeiten innerhalb der Prinzipien an
    • Wer frei denkt, kommt auf eigene, bisher vielleicht undenkbare Lösungen.
    • Damit hat die meiste Freiheit, wer sich an die kosmischen Spielregeln hält.
    • Das garantiert zugleich maximale Harmonie, egal was wir machen.
    • Wichtiger als die Frage ‚Was wird sein‘ ist ‚Was wird nicht sein‘: Dass ich vorsätzlich Unrecht begehe, Tyrannei, Massenkrieg und andere Massenphänomene
    • Keine Einheitsregelung sondern ein Flickenteppich verschiedener Lösungen in jeglicher Hinsicht auf allen Themengebieten
  3. Wer trifft Entscheidungen? Wie kriegen wir Millionen Menschen zur Zustimmung?
    • an-archos = ohne Herrscher, führerlos.
    • Menschen werden sich lokal einigen, was vor Ort geschehen soll.
    • niemand muss national zustimmen; es gibt keine Nation mehr.
  4. Wer baut Straßen?
    • Wir oder eine Firma. Wer sich dazu berufen fühlt
  5. Wer betreibt Krankenhäuser?
    • Wir oder eine Firma.
    • Vielleicht brauchen wir solche Gettos aber gar nicht?
  6. Wer bewacht die Außengrenzen bezügl. Feinde, Migration, Zoll?
    • Es gibt keine Außengrenze
    • Eine Gruppe Freiwilliger (Milizen) kann das Dorf schützen
    • Für feindliche Staaten gibt es nichts zu erobern. Sie treffen auf bewaffnete, trainierte, ortskundige und zu allem bereite Bevölkerungen, die entweder siegen oder sterben.
    • Wenn irgendwann ganze Kontinente anarchisch sind, stellt sich die Frage nicht in derselben Weise. Ohne staatlich organisierten Feind hat man es nicht mit großen stehenden Heeren oder Massenvernichtungswaffen zu tun.
  7. Wer verhindert & bestraft Verbrechen?
    • Polizei verhindert gar nix.
    • Justiz macht ebenfalls nichts besser, denn Strafe ist unnötig & ungerecht.
  8. Streitfälle?
    • Prävention durch rechtes Handeln und Rücksichtnahme.
    • Konfliktlösung durch Gesprächstechniken.
    • Arbiter.
    • Notwehr.
    • Duell.
  9. Wie bezahlt man Waren?
    • Schuldscheine, Arbeitszeitkonten, Edelmetalle;
    • Tauschhandel;
    • Geschenk.
  10. Was passiert mit Armen, Alten, Behinderten und anderen „sozial Schwachen“?
    • ohne ungerechte Umverteilungsgesellschaft gibt es weniger Benachteiligung.
    • Man wird sich daran gewöhnen, vieles wieder selbst bzw. im Nachbarschaftsverband zu tun, u.a. Pflege.
    • Die erfolgreicheren Gemeinschaften werden Benachteiligung nicht dulden, denn das Leid des Einen ist das Leid aller.
  11. Kulturpflege?
    • weniger Konserve (CD), mehr live.
    • weniger Konsum, mehr Beteiligung.
    • Alle Größenordnungen möglich: Mit die großartigsten historischen Bauwerke stehen in den ehemals freien Reichsstädten und wurden ohne externe Finanzierung verwirklicht.
    • Breite Varietät ohne völlige Balkanisierung möglich: Trotz hunderter Fürstentümer setzten sich dieselben Stile über tausend Jahre im ganzen Land durch.
  12. Technologieniveau?
    • Wahrscheinlich niedriger – zu unserem Vorteil.
    • nicht notwendigerweise primitiv. Frühes 20.Jh. auch ohne globale industrielle Strukturen möglich.

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