Wie wird die Welt aussehen, wenn es keine Regierungen mehr gibt?
- Gegenfrage: Wie sieht sie denn heute aus? Alles paletti? Gibt es für alles eine Lösung?
- Die allermeisten Probleme entstehen aus autoritär gelenkten Massengesellschaften, in denen niemand mehr persönliche Verantwortung trägt.
- Kaum noch Wirkmächtigkeit beim Einzelnen.
- Die Zukunft ist keine praktische sondern eine moralische Frage. Wir müssen aufhören, Schaden anzurichten, selbst wenn wir Nachteile davon haben.
- generell:
- Anfangs wäre es noch sehr ähnlich. Chaotische Übergangsphase, bis alle sich neu orientiert haben. Menschen sind jedoch hilfsbereit, zeigt die Erfahrung.
- Viele der drängenden Probleme unserer Tage gäbe es später (2 Generationen) nicht mehr, weil ihnen die Grundlage (Autorität, Willkür, Massengesellschaft) fehlte.
- Innerhalb der moralischen Prinzipien ist alles erlaubt, denn ein Recht ist jede Handlung…
- alles möglich, weil alles FREI ist
- Daher keine Utopie
- Nicht mein Recht, für andere festzulegen, was sie tun sollen
- Nicht meine Aufgabe, Deiner Phantasie Grenzen zu setzen. Ich reiße nur Möglichkeiten innerhalb der Prinzipien an
- Wer frei denkt, kommt auf eigene, bisher vielleicht undenkbare Lösungen.
- Damit hat die meiste Freiheit, wer sich an die kosmischen Spielregeln hält.
- Das garantiert zugleich maximale Harmonie, egal was wir machen.
- Wichtiger als die Frage ‚Was wird sein‘ ist ‚Was wird nicht sein‘: Dass ich vorsätzlich Unrecht begehe, Tyrannei, Massenkrieg und andere Massenphänomene
- Keine Einheitsregelung sondern ein Flickenteppich verschiedener Lösungen in jeglicher Hinsicht auf allen Themengebieten
- Wer trifft Entscheidungen? Wie kriegen wir Millionen Menschen zur Zustimmung?
- an-archos = ohne Herrscher, führerlos.
- Menschen werden sich lokal einigen, was vor Ort geschehen soll.
- niemand muss national zustimmen; es gibt keine Nation mehr.
- Wer baut Straßen?
- Wir oder eine Firma. Wer sich dazu berufen fühlt
- Wer betreibt Krankenhäuser?
- Wir oder eine Firma.
- Vielleicht brauchen wir solche Gettos aber gar nicht?
- Wer bewacht die Außengrenzen bezügl. Feinde, Migration, Zoll?
- Es gibt keine Außengrenze
- Eine Gruppe Freiwilliger (Milizen) kann das Dorf schützen
- Für feindliche Staaten gibt es nichts zu erobern. Sie treffen auf bewaffnete, trainierte, ortskundige und zu allem bereite Bevölkerungen, die entweder siegen oder sterben.
- Wenn irgendwann ganze Kontinente anarchisch sind, stellt sich die Frage nicht in derselben Weise. Ohne staatlich organisierten Feind hat man es nicht mit großen stehenden Heeren oder Massenvernichtungswaffen zu tun.
- Wer verhindert & bestraft Verbrechen?
- Polizei verhindert gar nix.
- Justiz macht ebenfalls nichts besser, denn Strafe ist unnötig & ungerecht.
- Streitfälle?
- Prävention durch rechtes Handeln und Rücksichtnahme.
- Konfliktlösung durch Gesprächstechniken.
- Arbiter.
- Notwehr.
- Duell.
- Wie bezahlt man Waren?
- Schuldscheine, Arbeitszeitkonten, Edelmetalle;
- Tauschhandel;
- Geschenk.
- Was passiert mit Armen, Alten, Behinderten und anderen „sozial Schwachen“?
- ohne ungerechte Umverteilungsgesellschaft gibt es weniger Benachteiligung.
- Man wird sich daran gewöhnen, vieles wieder selbst bzw. im Nachbarschaftsverband zu tun, u.a. Pflege.
- Die erfolgreicheren Gemeinschaften werden Benachteiligung nicht dulden, denn das Leid des Einen ist das Leid aller.
- Kulturpflege?
- weniger Konserve (CD), mehr live.
- weniger Konsum, mehr Beteiligung.
- Alle Größenordnungen möglich: Mit die großartigsten historischen Bauwerke stehen in den ehemals freien Reichsstädten und wurden ohne externe Finanzierung verwirklicht.
- Breite Varietät ohne völlige Balkanisierung möglich: Trotz hunderter Fürstentümer setzten sich dieselben Stile über tausend Jahre im ganzen Land durch.
- Technologieniveau?
- Wahrscheinlich niedriger – zu unserem Vorteil.
- nicht notwendigerweise primitiv. Frühes 20.Jh. auch ohne globale industrielle Strukturen möglich.
