Episode 137: Links ist nicht recht

Weshalb sind linke Vorstellungen von Sozialstaat, Sozialismus und Kommunismus eine Sklavenreligion?

  1. Definitiv (nach Brockhaus)
    • Sozialstaat, ein Staat, der durch seine handelnden Organe Mitverantwortung für den Ausgleich sozialer Gegensätze zw. versch. Bevölkerungsteilen übernimmt… v.a. durch Neubildung und z.T. Neuverteilung des Privateigentums. (Wenn der Eigentümer nicht die Macht hat, das zu verhindern, ist der Staat der eigentliche Besitzer des Gegenstands.)
    • Besitz, die tatsächliche Herrschaft einer Person über eine Sache, Eigentum ist die legale Herrschaft über eine Sache – aus juristischer Sicht.
    • Sozialismus, von lat. socialis = gesellschaftlich (staatlich) & –ismus = Ideologie. Die Vorstellung, dass über die Produktionsmittel staatlich bestimmt werden sollte.
    • Kommunismus, von lat. commune = gemeinschaftlich & –ismus = Ideologie. Die Vorstellung, dass über die Produktionsmittel gemeinschaftlich bestimmt werden sollte.
    • Sklaverei, ein (meist rechtlich geregeltes) soziales Unterordnungsverhältnis, in dem Sklaven [=Unfreie, Leibeigene, Hörige] zur Erbringung von Arbeitsleistungen verwendet werden… Das bedingt die persönliche Unfreiheit infolge Besitzrechts eines anderen Menschen an der Person des Sklaven. d.h. das Recht auf Selbstbestimmung über ihren eigenen Leib und die Früchte der eigenen Arbeit wird verweigert. Obligatorische Umverteilung von Besitz bedeutet also, das Eigentum an fremden Körpern zu befürworten. Den direkten oder indirekten Anspruch auf Eigentum an einem anderen Menschen nennt man Sklaverei und er ist natürlich zutiefst unmoralisch. Selbst maximale Mitbestimmung ändert daran nichts.
    • Religion, von lat. religare = zurückhalten, anbinden; heute ein Glaubenssystem verbindlicher Doktrin.
    • Linke Vorstellungen von Freiheit und Gerechtigkeit durch Umverteilung sind eine Sklavenreligion, weil Lohnsklaven sich Erlösung im Glauben an eine durch Marx und andere Dogmatiker aufgestellten Doktrin bezüglich materieller Güter erhoffen, obwohl systematisch das Gegenteil des Erhofften eintritt: Die Beteiligten sind hernach nicht frei, über die Früchte ihrer Arbeit zu bestimmen (=ungerecht), sondern müssen sich bei Androhung von Gewalt der Macht von Staat bzw. Kollektiv unterordnen (=unfrei).
  2. Ökonomisch
    • Das Verkaufsargument des Kommunismus lautet: Gemeinsames Eigentum schafft Gleichheit – und Gleichheit schafft Gerechtigkeit.
    • Die (Um-) Verteilung der Güter erfordert eine zentrale Lenkung, die absolute über alle materiellen Ressourcen verfügt. Enteignung und Planwirtschaft sind hierfür notwendig.
    • Der Genosse hat Anspruch auf ein Mindestmaß an Gütern, doch die Menge legen Andere fest. Ein darüber hinausgehender Wohlstand ist stets in Gefahr, konfisziert und umverteilt zu werden; im Sozialstaat durch Steuern, im Sozialismus/Kommunismus durch Enteignung. Wohlstand durch persönliches Engagement ist unter solchen Umständen unmöglich, dh. Eigeninitiative wird abgewürgt.
    • Alles versinkt in einem Gleichmaß auf niedrigem Niveau. Es geht nicht mehr um Schönheit oder Güte, sondern nur um das blanke körperliche Überleben.
    • Gerechtigkeit ist das, was natürlicherweise richtig ist. Zu glauben, dass es richtig sei, jemanden der Früchte seiner Arbeit zu berauben, ist nur unter Verschließen beider Augen und der Umgehung von Logik möglich, entsprechend quasi-religiöser Doktrin.
  3. Philosophisch
    • Dieser Fokus aufs Körperliche und Wirtschaftliche geht notwendig mit einem materialistischen Weltbild einher, dh. der quasi-religiöse Glaube an eine geistlose Welt ist sowohl die Grundlage als auch das Ergebnis linker Vorstellungen.
    • Das Kernversprechen: „materielle Gleichheit → kein Egoismus → keine Konkurrenz → Frieden, Freiheit, Brüderlichkeit“ ist ein Glaube, der das Geistige ebenso wie empirische Erfahrung des Gegenteils verleugnet.
    • Menschen werden zu ihrem „Glück“ gezwungen.
    • Das Gedankengut ist satanistisch: Verleugnung der Geistigkeit, Überleben hat Priorität, der Zweck heiligt die Mittel (Utilitarismus) →moralischer Relativismus, Mensch als bedürftiges Mangelwesen.
    • Bertrand Russell und andere Linke haben immer wieder betont, dass forcierte „Umerziehung“, d.h. quasi-religiöse Indoktrination der Schlüssel zum Erfolg sei.
  4. Politisch
    • Da die (Um-) Verteilung der Güter eine zentrale Lenkung erfordert, die absolut über alle materiellen Ressourcen verfügt, ist die wirtschaftliche Autorität letztlich zugleich die politische.
    • Ein linkes System kann nur diktatorisch funktionieren und endet gesellschaftlich fast zwangsläufig im Totalitarismus. Das als Freiheit zu betrachten ist ein absurder Glaube.
    • Die sog. linken Systeme zeigen die Crux aller Regierungen: Sie sind nur handlungsfähig, wenn sie den Individuum das Recht absprechen, nach eigener Façon glücklich zu werden.
  5. Historisch
    • In der Geschichte sehen wir all das sich tatsächlich entfalten: persönliche Unfreiheit bezüglich der Produktionsmittel, Mangelwirtschaft, hohe Steuern bzw. niedriger Geldwert, Uniformierung, Vermassung, dogmatische Propaganda, Zwangsarbeit, diktatorische oder gar totalitäre politische Systeme,
    • und zwar in allen Staaten, in denen sog. Volksrepubliken eingerichtet wurden: Russland, China, Korea, Vietnam, Kambodscha, Kuba, Angola usw.
    • Die Behauptung, es habe sich beim Sowjetsystem nicht um wahren Sozialismus bzw. Kommunismus gehandelt, ist falsch, da sowohl die zugehörigen Maßnahmen umgesetzt als auch die voraussehbaren Konsequenzen eingetreten sind.
    • Nicht eingetreten sind hingegen die religiösen Versprechen von Erlösung aus Lohnsklaverei, von Freiheit und Gerechtigkeit.
    • Das war von vorn herein klar. Linkes Gedankengut ist von Geheimgesellschaften seit dem 18. Jh. gezielt zur Zersetzung nicht nur der Monarchien und Kirchen, sondern ganzer Gesellschaften und Kulturen eingesetzt worden. Marx, Engels und andere Linke waren willige Werkzeuge darin, quasi-religiöse Überzeugungen zu verbreiten, die damals klar als satanisch erkannt worden sind, heute aber zum Mainstream gehören.
  6. Summa und Alternative
    • Linke Vorstellungen von Freiheit und Gerechtigkeit durch Umverteilung sind eine Sklavenreligion, weil Lohnsklaven sich Erlösung im Glauben an eine durch Marx und andere Dogmatiker aufgestellten Doktrin bezüglich materieller Güter erhoffen, obwohl systematisch das Gegenteil des Erhofften eintritt: Die Beteiligten sind hernach nicht frei, über die Früchte ihrer Arbeit zu bestimmen (=ungerecht), sondern müssen sich bei Androhung von Gewalt der Macht von Staat bzw. Kollektiv unterordnen (=unfrei), damit das utilitaristische Ziel des Gemeinwohls angestrebt werden kann. Ihr sogenanntes Glück wird ihnen aufgezwungen und sie haben daran zu glauben, dass es sich um echtes Glück handelt, das als Endziel der Geschichte sowieso unvermeidlich sei.
    • Freiwillige Kooperation und Nächstenliebe sind die Antwort.

Literatur:

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