Die aktuelle Sendung ist Teil einer Miniserie, die mit Episode 140 beginnt. Falls Du heute zum ersten Mal bei mir hereinschaust, empfehle ich dringend, dass Du zuerst dorthin gehst und die Lesungen in der korrekten Reihenfolge anhörst, da dir sonst nötiges Vorwissen fehlt, das hier Gesagte zu verstehen.
[Meine Anmerkungen, Kommentare und Einschübe sind in eckige Klammern gesetzt. Nicht vorgelesene Textstellen sind durchgestrichen.]
böse = in sozialer Hinsicht vorsätzlich oder nachlässig falsch bzw. schlecht
Kapitel 5 – Taktik
So etwas wie „Anarchie“ im Sinne von „das Recht des Stärkeren“ gibt es nicht, es gibt nur Tyrannei. [Jeremy Locke benutzt das Wort ‚anarchy‘ an dieser Stelle, jedoch im Sinne des Falschwörterbuchs, das behauptet, ein Gemeinwesen ohne führende Autoritäten arte in Chaos und Rechtlosigkeit aus. Anarchie bedeutet schlicht ‚keine Herrscher‘ und bezeichnet ein Gemeinschaft, die im naturrechtlich korrekten Zustand der Freiheit lebt. Freundschaft ist zB eine Form von Anarchie. Ich verwende aus diesem Grund je nach Kontext von hier an die Formulierung „Recht des Stärkeren“, bzw. setze „Anarchie“ in Anführungszeichen.]
Alle Kulturen lehren, das Autorität etwas Gutes sei. Alle geben sie vor, die Menschen vor Feinden zu verteidigen, die ihnen schaden wollen. „Anarchie“ [- die tatsächliche und die vermeintliche -] ist der universelle Feind. Dies zieht sich wie ein roter Faden durch jede Herrschaft in der Geschichte.
Während einige Kulturen noch Rassismus, Wirtschaft, Terrorismus, Nationalismus und unzählige weitere Feinde der Mischung hinzugefügt haben, existiert „Anarchie“ als Feind aller Kulturen.
Es gibt so etwas wie „Anarchie“ [im Sinne von „das Recht des Stärkeren“] nicht. Du wirst deinen Nachbar auch ohne Polizei nicht töten. Du bist nicht böse. Personen, die diese Art von Kontrolle und Gewalt gegenüber anderen wünschen, haben dir beigebracht, dass du nicht in der Lage seist, alleine über dich zu bestimmen. Sie haben dir beigebracht, dass du keine Intelligenz, keine Selbstkontrolle und keinen Wert hättest. Sie lehren, dass nur eine Regierung über dich bestimmen könne. Das Wort Regierung bedeutet Tyrannei. Es existiert nur, um das Eigentum an dir zu begründen. [Tatsächlich gehörst du dir selbst, bist dir selbst zu eigen, und daher der einzig mögliche Eigentümer deiner selbst. Locke nennt den Anspruch auf die Bestimmung über dich, über dein Handeln und über deinen Besitz zurecht „Tyrannei“. Ein anderes Wort dafür lautet Sklaverei.]
Du brauchst keine Regierung. Du bist ein Mensch und als solcher bist du unendlich wertvoll. Du und nur du allein hast das Recht, Entscheidungen bezüglich deiner Handlungen, deiner Worte [deines Besitzes] und deiner Arbeit zu treffen. Jeder, der dich darin einschränken will, muss zunächst um deine Erlaubnis bitten. Alle, die das nicht tun, handeln böse.
„Das Recht des Stärkeren“ ist eine Lüge. Dieser Begriff wurde von Tyrannen geschaffen, um dich zu täuschen. So etwas wie „das Recht des Stärkeren“ gibt es nicht, es gibt nur Tyrannei. [Locke streitet nicht ab, dass es Leute gibt, die andere zu überwältigen und zu etwas zu zwingen versuchen. Genau das ist ja die Essenz jeder Naturrechtsverletzung und jeder Regierung. Er bringt zum Ausdruck, dass eine Gemeinschaft bewusster Menschen diesen Zustand nicht zulassen sondern mit aller Kraft dagegen kämpfen würde.]
Adelsherrschaft
Von den frühesten Tagen der Menschheit an gab es Leute, die andere Menschen als Werkzeuge ansahen. Anstatt sich selbst Weisheit zu erarbeiten oder zu verstehen, wie grenzenloser Wohlstand zu erreichen ist, strebten sie nach der Bequemlichkeit von Diebstahl und Kontrolle. In primitiver Form waren dies Menschen, die ihre überlegene Körperkraft und die Androhung von Gewalt nutzten, um Menschen zu verängstigen. Ihre Forderungen waren stets einfach: Geld [oder sonstige Vorteile]. Die stärkeren Männer lebten von der Arbeit der schwächeren.
Der Erfolg dieser Menschen kann an der modernen Kultur gemessen werden. Einige sind Schläger und Bestien, andere Barbaren und Banditen. Aufgrund ihres mäßigen Erfolgs und der endlosen Brutalität hielt das Böse die Menschen selten lange in Knechtschaft. Aufstände und Machtkämpfe waren an der Tagesordnung. Es war sehr schwierig für die Unterdrücker, ihre Macht über die Menschen aufrechtzuerhalten.
Im Laufe der Geschichte entwickelten bedeutend listigere Menschen eine Methode, ihre Macht über die Menschen zu stabilisieren. Diese Methode ist die Kultur. Anstelle von Erpressung und Brutalität schufen sie die Idee von der rechtmäßigen Herrschaft der Könige. Das Ziel war, die Menschen an der Revolte zu hindern, indem man ihnen beibrachte, dass Autorität rechtmäßig sei. Dies ist das Ziel aller Kulturen. [Anm. des Übersetzers: Der Begriff Kultur steht hier nicht für die Summe der menschlichen Errungenschaften, sondern beschreibt ein Werkzeug der Herrscher, um die Menschen zu manipulieren. Die Mehrheit soll dazu gebracht werden, Herrschaft freiwillig anzunehmen. Die Meinung einer Gesellschaft wird im Sinne der Herrscher manipuliert. Die Summe dieser Ansichten nennt Locke Kultur.]
Über Jahrtausende hinweg versklavte die Kultur die gesamte Menschheit unter den sogenannten Fürsten, Königen und Kaisern. Alle Adelstitel wurden entwickelt, um das Bild der familiären Loyalität zu stärken. Menschen, die natürlicherweise respektvoll und treu gegenüber ihren Familien waren, wurde beigebracht, dass der Königshof die bessere Familie sei. Der König wurde in allen Kulturen stets als etwas zwischen einem Vater und einem Gott angesehen. Dieser Götzendienst an der Adelsfamilie ist der Grundstein jedes Königshauses.
Den Menschen wurde beigebracht, dass Gehorsam gegenüber dem Adel eine höhere Form des Respekts für Vater und Mutter sei. Ziel der Kultur war es, die Menschen glauben zu machen, die Erpresser hätten einen rechtmäßigen Platz in ihrem Leben. Deshalb revoltierten die Menschen nur selten.
Die Kultur der Monarchie lehrte die Menschen Konzepte wie Adel, Loyalität, Pflicht und Ehre. Alle diese Ideen sind Lügen; Sie alle wurden entworfen, um die Menschen zu überzeugen, dass ihr Wert geringer als der Wert des Königs sei. Ohne die kulturelle Verbrämung wäre er einfach nur ein Verbrecher, der Nahrung und Arbeit mit der Gewalt seines Schwertes stiehlt. Mit dieser Lüge ist er „seine Majestät“, der König.
Jede Kultur ist eine Lüge, die speziell entwickelt wurde, um die Mächtigen an der Macht zu halten. [Hierüber sprach auch der amerikanische Philosoph Lysander Spooner, der sie, genau wie Augustinus, als Räuberbanden bezeichnete.]
Die Geschichte der Freiheit
Als die Zeit der Könige dem Ende zuging, begannen Kulturen zu zerfallen und die Freiheit wuchs. Der Zerfall der Monarchie wurde durch zwei sehr mächtige Angriffe auf den Adel herbeigeführt: Die Magna Charta (1215) und die amerikanische Unabhängigkeitserklärung (1776).
Jedes Mal, wenn Kulturen ins Wanken geraten, lernen die Menschen mehr über ihren eigenen Wert. Wenn Rebellion sich unter den Menschen mit erstaunlichem Mut ausbreitete, verloren Kulturen ihre Macht und die Leute waren plötzlich in der Lage zu erkennen, dass es keinen König gab, der Anspruch auf sie hätte. Sie begannen, einen kleinen Funken ihres eigenen Wertes zu erkennen.
Die Konstrukteure des Bösen [ich nenne sie Kontrolleure oder Archonten] verstanden, dass die Welt schließlich gelernt hatte, die Kultur der Monarchie zu durchschauen. In nur wenigen Generationen entwickelten sie die Nationalkultur, um die monarchische Kultur abzulösen. [Hierüber sprach ich in meiner Sendung über die bayrischen Illuminaten. Republik, Demokratie, Faschismus und Sozialismus sind die neue Weltordnung, mit der die Archonten das sogenannte Ancien Régime, die Monarchie ersetzten, und wir stehen gerade vor einer weiteren kulturellen Zäsur, die in die Technokratie führen soll. All diese Systeme sind Sklavereisysteme.]
Unter dem Dach der Zugehörigkeit zu einer Nation sind die Menschen mehr zu Sklaven der Grenzen geworden, als zu irgendeinem anderen Zeitpunkt in der Geschichte. Die Macht von „mein König“ wurde durch die kulturell überlegene Macht von „mein Land“ ersetzt. Nationen haben mehr Tod und Sklaverei verursacht, als jede nur vorstellbare Monarchie. [Wir sind Vieh, das auf einer eingezäunten Weide gehalten wird, um seine Arbeitsleistung auszubeuten.]
Die Geschichte der Freiheit zeigt, dass die Menschen die Lektionen über die Kultur der Monarchie verinnerlicht hatten, obwohl die Nationen stärker wurden. Der Ruf nach Freiheit wurde immer lauter, je mehr Menschen die Erde bevölkerten. Kulturen werden im Laufe der Zeit immer wieder durch den Ruf nach Freiheit zerstört. Erkenntnisse über jede neue Taktik der Täuschung verbreiten sich über die ganze Welt.
Die Gewalt der Nationen nimmt in dem Maße zu, in dem der Schrei nach Freiheit lauter wird. Hunderte Millionen wurden ermordet und Milliarden Menschen wurden alleine in der jüngeren Geschichte während der vergeblichen Versuche von bösen Menschen, an der Macht zu bleiben, versklavt. Wenn die Imperien der Herrscher infrage gestellt werden, lassen sie Blut auf die Köpfe der Menschen regnen.
Die Geschichte der Freiheit zeigt, dass solche Gewalt nicht das Wachstum des Bösen bedeutet, sondern seinen Tod. Gewalt und die Durchsetzung von Rechtsvorschriften sind nur erforderlich, wenn die Kultur die Menschen nicht mehr ausreichend manipulieren kann.
Der Tod der Könige, der Wandel der Nationen, die Veränderungen der Kultur und die Gewalt der Regierungen sind Hinweise auf das Ende des Bösen. Autoritäten verschiedenster Art ringen nach Atem, während die Menschen überall auf der Welt lernen, das Böse für immer zu ersticken. In dieser Zeit, in der wir leben, ist der Krieg bereits gewonnen. Uns bleibt nur, dem Bösen beim Sterben zuzusehen. [Ganz so einfach ist es nicht. Ohne dein aktives, moralisch richtiges, opferbereites Handeln bleibt das Böse im Sattel. Es ist nicht etwas, das außerhalb deiner selbst existiert, sondern in dir und durch dich – durch falsche Wahrheiten, falsches Denken und falsches Handeln.]
Staaten und Nationen
Nationen sind typische Überbauten der Kultur, die sich für die Herrscher als äußerst effektiv erwiesen haben. Nationen nutzen Gemeinsamkeiten von Rasse, Sprache und Herkunft, um ein Besitzrecht an den Menschen vorzugaukeln. Ihre einzig gemeinsam genutzte List ist die Staatsgrenze.
Als sich die Kulturen der Monarchie auflösten, wurden Nationen geschaffen, um sie zu ersetzen. Die Herrscher suchten eine stabile Form der Erpressung, wie sie ihnen die Monarchien geboten hatten, mussten aber das wachsende Verständnis verhindern, dass die Menschen über die Tyrannei der Monarchien erlangt hatten. Sie schufen einen neuen Feind, den sie „die anderen“ [also Ausländer] nannten, und eine neue Kultur mit dem Namen „wir“.
Staaten zogen Linien auf der ganzen Welt und verschluckten schließlich jeden Zentimeter des von Menschen bewohnbaren Landes. All jene, die innerhalb dieser Linien lebten, wurden zum Besitz des Staates. Den Menschen wurde beigebracht, dass sie selbst – mithilfe von Demokratie, Kommunismus, Theokratie oder aufgrund ihrer Rasse – ihre Regierungen kontrollierten. Sie begannen zu glauben, dass der Staat ihnen gehöre. Das ist die Kultur des „wir“. Die Wahrheit ist allerdings, dass die Staaten die Menschen besitzen. [Soviel zum Thema „unsere Demokratie“.]
Die Nationen wurden geschaffen und Grenzen wurden gezogen, um herrschaftliche Stabilität zu schaffen. Während die Monarchien Stabilität schufen, indem sie die Menschen davon überzeugten, dass sie ihren Herrschern Treue schuldeten, gingen Nationen einen Schritt weiter und lehrten die Menschen, dass sie selbst die Autorität seien. Die Kulturen der Nationen täuschen die Menschen, um sie noch effektiver zu erpressen und zu kontrollieren.
Sobald du einer räuberischen Institution Glauben schenkst, nimmt sie dich zur Beute. Als Lamm verkleidet wird sie dich glauben machen, dass sie dich vor dem Chaos schützen könne oder vor jedem anderem Feind, der ihr einfällt. Ihre Rechtsvorschriften sprechen nicht von diesen Feinden; sie sprechen von dir, und davon, wie viel Geld du der Institution schuldest und was du für deine Herrscher tun musst.
Regierungen sind gewalttätig. Sobald du ihnen Macht verleihst, sobald du ihnen zugestehst, Menschen einzusperren und zu töten, üben sie Gewalt aus. Böse Menschen, die Macht über dich wollen, werden Regierungen nicht bekämpfen [sondern an ihr teilhaben wollen]. Alles, was das Böse will, ist Macht über dich. Der natürliche Platz des Bösen ist in der Regierung. [Amen. Das Böse ist die Vernichtung von Freiheit und Recht.]
Es wurden viele Formen von Nationen geschaffen, die sich alle in der Wirksamkeit ihrer Kontrolle unterscheiden. Ohne Ausnahme sind die stärksten Regierungen jene, die die Menschen am besten überzeugen können, dass die Bürger selbst die Regierung seien. Alle anderen Formen lösen sich schnell von allein auf. Deshalb sind die Demokratien die stärkste Form des Staates. Sie werden als letztes vorgestellt.
Kommunismus und Sozialismus
Sozialismus, Kommunismus und Wohlfahrtsstaaten [sog. Sozialstaaten] sind in der Vergangenheit unterschiedlich eingesetzt worden; und doch sind sie alle genau gleich. Sie alle lehren die Menschen, dass sie nicht in der Lage seien, ausreichend zu produzieren, um ihr eigenes Überleben zu sichern. Sie bezeichnen Gier und Armut als Feinde, um die Notwendigkeit von Autorität zu rechtfertigen.
Der Kommunismus ist die zweiteffektivste Form des Bösen, die es je gegeben hat und es ist gleichzeitig die verheerendste überhaupt. Der Kommunismus lehrte, dass die Menschen eine gleichmäßige Verteilung der materiellen Güter benötigten, nicht die Freiheit, Dinge zu erschaffen. Der Kommunismus verwendete die Lüge, die Menschen seien Teilhaber der Führung, um ihre Unterstützung für Sklavenarbeit und Militär zu erhalten.
Jeder, der sich mit der Verwirklichung des Kommunismus – oder ähnlicher Konstrukte – beschäftigt, sollte schnell das Böse darin erkennen können. [Vielen war das bereits im 18.Jh. klar, als die Illuminaten und ihre Ableger, die Jakobiner, ihre kommunistischen Lehren zu verbreiten begannen.] Es ist nichts Falsches daran, sich innerhalb einer Gemeinschaft [freiwillig] gegenseitig zu helfen. Es ist keine Sünde darin, [freiwillig] etwas zu opfern und herzugeben. Aber wie alle anderen Kulturen verkehrte der Kommunismus dies in Lügen. Es gibt keine Opfer im Kommunismus und Sozialismus und es gibt kein Geben. Abgaben wurden immer mit Gewalt erzwungen.
Sozialismus und Sozialstaaten lehren, dass Menschen den Ertrag ihrer Arbeit nicht selbst besäßen. Sie lenken die Menschen mit kulturellen Idealen von Pflichtbewusstsein und Solidarität ab. Ihre wahre Natur besteht in Gewalt. Im Sozialismus und im Sozialstaat ist nichts freiwillig. Alles wird unter Androhung von Gewalt durchgesetzt. Wie alle Kulturen sind der Sozialstaat und der Sozialismus böse.
Tyrannei hat ungleich mehr Leben zerstört, als je mittels Armut vorstellbar ist. In Zeiten der Armut steht den Menschen nur eines im Weg: die Regierung. Regierungen benutzen Gewalt, um die Freiheit einzuschränken und damit die Fähigkeit der Menschen, ihr Leben zu verbessern. Unter dem Vorwand, das Ende der Armut herbeizuführen, haben die Herrscher Zwang und Gewalt verwendet und dabei mehr Tod und Zerstörung geschaffen, als jeder Sturm, jede Hungersnot und jede Dürre. [Tatsächlich sind viele der historisch bekannten schweren Hungersnöte das Ergebnis von Regierungsarbeit.]
Das Element der Gewalt verdeutlicht die Tyrannei aller sozialistischen Ideale. Ohne Gewalt wäre nichts Böses in ihnen. [sind sie nicht erreichbar.] Wegen der Gewalt gleichen sie jeder anderen Regierungsform. Sie bringen Unglück über die Menschheit.
Diktatur
Ein Diktator ähnelt dem König einer Monarchie, aber er pflegt die Kultur des Nationalismus.
In der Geschichte finden wir immer wieder die Überzeugung, dass Diktatoren und Könige nobel seien. Wann immer eine nationale Kultur stark war, wurden deren Führer als lauter und rechtschaffen empfunden. Stalin und Hitler sind nur zwei Beispiele hierfür. Nach ihrem Tod waren die Menschen schockiert, als sie erfuhren, welche Gräueltaten auf ihr Konto gingen. Es gibt zahlreiche Aussagen von Menschen, die glaubten, die Grausamkeiten in ihrem Leben seien ohne das Wissen der Führer geschehen. Nationalsozialisten empfanden den Terror in Europa als einen Verteidigungskrieg. Wo immer eine Kultur einen Herrscher unterstützt oder versucht, einen solchen zu etablieren, wirst du die Zerstörung der Freiheit finden. In jeder Kultur wurden die Menschen zu dem Glauben manipuliert, dass Herrschaft etwas Gutes sei. Selbst wenn sie die Tyrannei der Herrschaft in der Geschichte sehen, gelingt es ihnen nicht, diese in ihrer eigenen Kultur zu entdecken. [Deutschland heute – mal wieder.]
Die größten Fehler in der Geschichte geschahen durch Untätigkeit. Einen Menschen zu töten, weil er die Zerstörung der Freiheit befürwortet, klingt für Menschen aller Kulturen extrem. Kultur indoktriniert Menschen mit dieser Denkweise. Doch die Logik, die in der Idee liegt, Adolf Hitler, Mao Tse Tung und Wladimir Lenin zu töten, statt es ihnen zu ermöglichen, die Freiheit und das Leben von Milliarden Menschen zu zerstören, ist nicht von der Hand zu weisen. Die Idee, einen Diktator zu töten, bevor er Millionen andere ermorden kann, erscheint absurd, weil die Kulturen, die diese Herrscher beschützen, so geschaffen wurden. Und so gedeiht das Böse. [Würden Menschen Verantwortung für sich selbst übernehmen, statt andere als Autorität anzuerkennen, gäbe es keine Tyrannei und es müsste niemand getötet werden. Der Anspruch auf Führung kann nur durchgesetzt werden, wenn er von anderen anerkannt wird. Andernfalls ist der Möchtegernführer ein Kasper, über dessen absurde Forderungen man lacht.]
Frieden kehrt nur dann ein, wenn die Menschen für die Moral einstehen und die [Besatzer]kultur zurückweisen. Verteidige die Freiheit um jeden Preis und zu jeder Zeit, dann wird statt der Tyrannen der Friede die Welt regieren.
Erzwungene Moral
Kulturen machen die Menschen gerne glauben, dass sie Moral durchsetzten. Dies ist die ultimative Täuschung; eine mächtige Lüge.
Kulturen lehren, dass Moral und Vernunft ein und dasselbe seien. Die Kultur kann leicht Macht über Menschen erlangen, wenn diese glauben, dass etwas Dummes zu tun das gleiche sei, wie etwas Böses zu tun. [Neszienz ist jedoch nicht dasselbe wie Ignoranz oder Egoismus.]
Moral ist Freiheit. Unmoral ist die Zerstörung der Freiheit. Moral ist gut, Unmoral ist böse. Kultur möchte dich glauben machen, dass Moral eine Frage der persönlichen Einstellung sei. Sie behauptet, dass Leichtsinn das gleiche sei wie Unmoral. Wenn die Menschen glauben, dass die Durchsetzung der [falschen] Vernunft das gleiche sei, wie die Verteidigung der Freiheit, können sie benutzt werden, um die Macht über das Volk dramatisch zu steigern.
Die Inquisition des Mittelalters beispielsweise verwendete die Ideen der Durchsetzung von Moral, um die Macht der römischen Kirche zu stärken. Sie schufen Rechtsvorschriften und setzten diese mit Gewalt durch, um die kirchliche Herrschaft über das Leben der Menschen zu erzwingen. Es war kulturell akzeptiert, weil sie „Moral durchsetzten“, statt willkürliche Kontrolle auszuüben.
Das amerikanische Alkoholverbot wurde als eine Möglichkeit gepriesen, gegen die Macht, die der Alkohol über die Menschen ausübt, vorzugehen. Um diese Macht zu bekämpfen, schuf die US-Regierung einen gewaltigen Polizeiapparat, der das Leben der Menschen kontrollierte. Diejenigen, die Menschen mit Gewalt zur Vernunft zwingen wollen, lehren, dass Menschen alleine nicht in der Lage seien, intelligente Verhaltensweisen zu erlernen. Die Kultur lehrt, dass Menschen nicht frei sein dürften, selbst Fehler zu machen; sie lehrt, dass Menschen nicht würdig seien, ihr eigenes Leben zu leben. Ohne Freiheit ist Vernunft bedeutungslos.
Ökologismus
Der Ökologismus teilt die Ideale des Kommunismus. Er lehrt, dass die Gier der Feind sei und dass diejenigen, die nach Geld streben, die Erde zerstöre. Der Feind der Gier ist derselbe Feind, dessen sich der Kommunismus bedient. Es ist die gleiche Lüge. Beide lehren, dass sich freie Menschen ohne einen Herrscher selbst zerstören würden. Diese Umwelt-Ideologie behauptet genau wie der Kommunismus, dass sie notwendig sei, um Sicherheit zu gewährleisten. [Nicht von ungefähr wird „grüne“ Politik im linken Spektrum verortet. Es sind dieselben Phrasen und dieselben tyrannischen Methoden.]
Der Ökologismus bringt ein neues Element in die alten Lügen des Bösen. Er lehrt dich, dass der Schmutz unter deinen Füßen wertvoller sei als du. Er lehrt dich, dass Herrschaft nötig sei, um sicherzustellen, dass du die Erde nicht kaputt machst. Wie bei allem Bösen geht es in Wahrheit [nicht um die Umwelt, sondern] nur darum, dass du gehorchst. Welche Begründungen Menschen wählen, um zu folgen, ist für das Böse nicht von Belang. [Im Fadenkreuz steht hier also nicht der aus individueller Einsicht entstandene vernünftige Umgang mit der Welt, sondern die Ideologie, die anderen Menschen ein bestimmtes Verhalten aufzwingen will. Ziel der politischen Umweltdebatte ist nicht die Bewahrung des Lebens, sondern die Durchsetzung des Anspruchs der Herrscherkaste auf Kontrolle über sogenannte menschliche und natürliche Ressourcen.]
Kultur lehrt, dass die einzige Sicherheit, die du im Leben finden kannst, in der Regierung läge. Nur sie könne dir Wasser, Luft und Nahrung garantieren. Die Stärke der ökologischen Heilslehre liegt darin, dass sie benutzt werden kann, um jeden Aspekt deines Lebens zu kontrollieren. Fortbewegung, Nahrung, Wohnung, Energie und Kommunikation geraten sämtlich unter dieses Dach der Regulierung und Kontrolle. Ökologismus ist lediglich ein weiterer Vorwand, um Sklaverei durchzusetzen.
Bürokratie
Es ist äußerst wichtig, zu erkennen, dass die Bürokratie nicht nur eine Unannehmlichkeit darstellt. Bürokratie ist Sklaverei, weil sie Gewalt und Zwang verübt.
Denjenigen, die unter ihrer Macht stehen, wird beigebracht, über die Bürokratie als eine einfache Tatsache ihres Lebens hinwegzusehen. Die Wahrheit ist, dass die Bürokratie Leben nicht fördert oder verbessert, sondern erstickt. Die Kultur der Bürokratie ist in vielen Bereichen der Welt enorm stark. Bürokratie ist in der Lage, die Menschen zu überzeugen, dass sie frei seien, während sie einer Unmenge von Lizenzen, Gebühren, Erlaubnissen und Meldepflichten unterliegen. Die Nichtbefolgung führt zu Geldstrafen, zu Gefängnis oder hat den Tod zur Folge. Hierin besteht die Freiheit, von der sie redet.
Bürokratie nützt in erster Linie denen, die durch sie ihr Geld verdienen. Dies sind Regierungs- und Verwaltungsangestellte.
Eine ihrer bevorzugten Taktiken bei der Schaffung neuer Regelungen ist das Stapeln von Rechtsvorschriften. Beispiele dafür sind die Helm- und die Sicherheitsgurt-Pflicht. Solche Verordnungen scheinen das Gute zu wollen, aber dem Bösen ist deine Sicherheit egal, es will lediglich, dass du gezwungen wirst. Bürokraten benutzen bestehende Regelungen als Begründung für neue Regelungen. Sie können Geld zur Zahlung der medizinischen Kosten für Unfallopfer erpressen und dann die Pflicht zum Tragen von Helmen und Sicherheitsgurten damit begründen, dass sie sonst die medizinischen Kosten tragen müssten. Die bürokratische Lösung für Probleme, die durch Rechtsvorschriften geschaffen wurden, sind mehr Rechtsvorschriften. Das offensichtliche Anliegen der Bürokratie sind Rechtsvorschriften als solche.
Terrorismus
Der Terrorismus hat nichts mit [Sicherheit] zu tun und auch nichts mit Religion.
Terrorismus folgt dem Muster der Tyrannei exakt. Viele Länder der Erde sind dramatisch von der wachsenden Technologie beeinflusst. Wenn Nachrichten und Bilder der Freiheit in neue Bereiche der Welt dringen, beginnen die Menschen, die Tyrannei ihrer eigenen Kultur zu erkennen.
Wenn die Kultur langsam die Kontrolle über die Menschen verliert, steigern die Herrscher ihre Gewalt. Terrorismus ist der Versuch der Herrscher, den Menschen vorzumachen, dass Freiheit zu Sittenlosigkeit und Korruption führe. Terrorismus ist der Versuch der Herrscher, die Menschen zu lehren, dass Freiheit „das Recht des Stärkeren“ sei, dass sie also beängstigend sei.
Terrorismus wurde im Laufe der Geschichte immer wieder verwendet, um die Bevölkerung zu zwingen, ihre Unabhängigkeit den Machthungrigen und Gewissenlosen zu übergeben. Der Terrorismus wird nur selten gegen diejenigen zur Anwendung gebracht, über die er Kontrolle zu erlangen versucht. Hitlers Terror gegen die Juden ist ein deutliches Beispiel für den Einsatz des Terrors, um Macht über das deutsche Volk zu gewinnen. Al-Qaida ist ein Beispiel für die Verwendung von Terrorismus gegen [westliche Völker], um Macht und Einfluss über islamische Völker zu erhalten. [Und auch der RAF-Terror hatte keine andere Funktion für die Gesellschaft.]
Terrorismus ist ein Beweis für die Muster der Freiheit. Gerade weil tyrannische Staaten die Kontrolle verlieren, die sie so lange über ihre Völker hatten, ist der Terrorismus ein wachsendes Phänomen in der Welt. Das Böse hat Angst.
[Bürger]rechte
So etwas wie [Grund- und Bürger-] Rechte gibt es nicht. Der Mensch ist von Natur aus frei. [Jeremy Locke verwendete an dieser Stelle das Wort rights. Aus dem Kontext geht hervor, dass er nicht Rechte allgemein bespricht, sondern die von Regierungen gewährten Privilegien der sogenannten Grund- und Bürgerrechte. Man sollte sich bewusst machen, dass auch die natürlichen Rechte eine konzeptuelle Idee sind. Im Gegensatz zu den juristischen Rechten haben diese jedoch ein Gegenstück in der Wirklichkeit, die sie beschreiben. Natürliche Rechte sind kein Anspruch auf etwas, sondern sie sind Handlungen, die anderen keinen Schaden initiieren. Niemand ist gezwungen, Rechte zu wahren oder zu respektieren, aber es zu tun hat Vorteile. Locke zählt das, was ich natürliche Rechte nenne, zu den Prinzipien.]
Die Idee der [Grund- und Bürger-] Rechte wurde von Leuten erdacht, die die Menschen von Teilen der Last der Regierung befreien wollten, aber immer noch glaubten, dass Regierungen über den Menschen stünden.
Das Problem mit den [Grund- und Bürger-] Rechten ist, dass es sich um bestimmte eng abgegrenzte Erlaubnisse handelt, die Menschen von der Regierung gewährt bekommen. Nach Erteilung einer Erlaubnis kann die Regierung dennoch frei über dich verfügen. Selbst während sie Erlaubnisse erteilt, lehrt die Regierung die Menschen, dass sie weniger Wert seien als die Rechtsvorschrift. [denn nur Regierungen besäßen das Recht, Rechte zu gewähren oder zu sichern, nicht der Normalbürger.]
Die Wahrheit ist, dass du frei bist und es keinen Herrscher gibt, der einen Anspruch auf dich hat, niemals. [Niemand kann dir Rechte geben, nehmen oder garantieren.] Du bist von Natur aus frei. Dies ist der wahre Wert eines menschlichen Wesens.
Rechtsvollstrecker
Die Kultur lehrt, dass die Polizei die einzige Organisation sei, die ein Recht darauf habe, Menschen zu verteidigen. Sie lehrt, dass Chaos die Folge sei, wenn Menschen sich selbst verteidigen dürften.
Die Strafe dafür, dich selbst zu verteidigen, anstatt dich auf den Schutz der Polizei zu verlassen, ist in der Regel sehr schwer. Der Grund dafür liegt auf der Hand und er zeigt die ultimative Tyrannei der Rechtsvorschrift auf: Wenn du nicht hilflos bist, dann haben die Herrscher kaum einen Vorwand, Macht über dich auszuüben.
Es ist nicht die Absicht der [sogenannten] Gesetzeshüter, deine Freiheit zu verteidigen. Ihre Absicht ist, die Stabilität der Erpressungsmaschinerie zu gewährleisten. Rechtsvorschriften sagen nicht einfach: „kein Mord, keine Vergewaltigung, kein Diebstahl“. Stattdessen füllen sie Bände über Bände, um minutiös jeden Aspekt deines Lebens zu steuern und zerstören die Freiheit, wo immer sie auftaucht. Jede Behörde ist ein Vollstrecker dieser Rechtsvorschriften. Weder die Rechtsvorschrift ist gerecht, noch sind es ihre Vollstrecker.
Es ist ein Fehler, einen Gesetzeshüter blind als edel und tapfer anzusehen. Rechtsvorschriften wurden zu deiner Kontrolle geschaffen und nicht, um dich zu schützen. Ein Polizist im Auftrag der Regierung mag vielleicht glauben, dass sein Tun richtig sei. Das ist genau das, was die Kultur will. [Oft genug wissen die Vollstrecker sehr genau, dass sie Unrecht tun, genießen aber die Vorzüge ihrer Stellung wie Macht, Ansehen und Einkommen.] Jeder einzelne von den Hunderten von Millionen Menschen, die durch die Hände der Regierungen gestorben sind, wurde unter vorgeblicher Legalität getötet. Rechtsvorschriften sind nicht dasselbe wie Moral. [sondern das Gegenteil von Moral. Die Institution der Polizei steht niemals auf der Seite des Guten.]
Rechtsvorschriften sind alleine kaum eine Gefahr für die Menschen. Sie behaupten zwar, für dich zu gelten, und die Kultur verlangt, dass du ihnen gehorchst, doch sie würden schlussendlich ignoriert werden, wenn die Menschen sich ausprobierten und schließlich die Freiheit entdeckten. Das ultimativ Böse ist die gewaltsame Durchsetzung der Rechtsvorschriften. Die gewaltsame Durchsetzung ist der Kern jeder Rechtsvorschrift, da alle Rechtsvorschriften durchgesetzt werden müssen, um die Menschen zu kontrollieren. [Echte natürliche Gesetze hingegen entfalten von allein Wirkung, weil sie dem Leben förderlich sind.]
Respekt vor den Gesetzeshütern ist eine Einladung an die Tyrannei. Jede Kultur in der Geschichte der Erde hat die Menschen gelehrt, dass die Polizei gut und edel sei. Mittelalterliche Ritter rechtfertigten ihre Tyrannei, indem sie ihre Taten ritterlich nannten. Theokratische Kulturen rechtfertigen sich mit religiösen Vorschriften. Egal welche Kultur du untersuchst, immer wirst du den Glauben finden, dass die Vollstrecker der Rechtsvorschrift gut seien.
Die entscheidende Frage lautet nicht, ob die Vollstrecker edelmütig sind, sondern ob Rechtsvorschriften es sind. [Und das sind sie in keinem einzigen Fall, weder historisch noch gegenwärtig. Jede Rechtsvorschrift ist ein Ausdruck von Tyrannei.]
Die Aufrichtigkeit der Beamten, die die Rechtsvorschrift vollstrecken, anzunehmen, ist genau das, wozu Kulturen dich verführen sollen, denn sie rechtfertigen die Natur der Rechtsvorschrift. Diese Sichtweise wurde in der Geschichte besonders von Diktatoren, Königen und Mafiabanden ausgenutzt. Welch besseren Ort gäbe es, um die kleinen und großen Gräueltaten zu verstecken, als in genau der Gruppe bewaffneter Männer, die das Gewaltmonopol innehaben und Respekt verlangen?
Die [ultimative] Strafe für Ungehorsam gegenüber den Vollstreckern ist immer der Tod. Jene, die sich im Laufe der Geschichte in offener Rebellion gegen die bestehenden Herrscher gestellt haben, wurden zumeist getötet. Auch heute, selbst in sogenannten freien Staaten, werden Menschen für Rebellion getötet. Wenn sie dich nicht durch Einschüchterung dazu bewegen können, zu gehorchen, verwenden sie Drohungen. Wenn Drohungen nicht genug sind, werden sie dich entführen und inhaftieren. Wenn das fehlschlägt, werden sie dich ermorden. Welche Rechtsvorschrift du gebrochen hast, ist irrelevant. Selbst bei einer kleinen Verfehlung wie überhöhter Geschwindigkeit passiert es regelmäßig: Weigere dich, anzuhalten, leiste Widerstand, versuche zu fliehen oder wehre dich, und die Strafe ist der Tod.
Der Preis der Regierung
Die härtesten Strafen der Rechtsvorschrift sind nicht für diejenigen vorgesehen, vor denen du beschützt werden solltest, sondern für diejenigen, die den Preis für den Schutz nicht bezahlen. [Steuerhinterziehung wird härter bestraft als Vergewaltigung.]
Das einzige Ziel des Bösen ist, dich zu versklaven, deine Freiheit zu zerstören, um dich zu einem Werkzeug für jemanden anderen zu machen. So wie die Schläger der Mafia jene am heftigsten zusammenschlagen, die ihr Schutzgeld nicht bezahlt haben, benutzen die Regierungen der Welt ein System von Drohungen, Missbrauch, Einschüchterung, Inhaftierung und Tötung, um zu gewährleisten, dass du deine Steuern bezahlst. Dies ist keine Nebensache. Dies ist der eigentliche Zweck, zu dem Kulturen und Rechtsvorschriften geschaffen wurden – um deine Arbeitskraft dem Wohle deines Meisters abzusaugen.
Fordert die Rechtsvorschrift die Konkurrenz heraus, betitelt es sie diese als Kriminelle und Erpresser. Die Definition von Erpressung ist die Schaffung einer Bedrohung und das Erstellen eines Angebotes zum Schutz vor dieser Bedrohung. Eine solche Erpressung ist institutionalisierte Sklaverei. Die Mafia und die Regierungen arbeiten nach dem gleichen Muster. Die Geschichte zeigt uns, dass die Namen, die sie jeweils tragen, nur davon abhängen, wer der erfolgreichere Erpresser ist. [Sehr schön lässt sich dies am Beispiel Italiens zeigen, wo der Gründer der Cosa Nostra, Giuseppe Mazzini, auch als Urheber von Faschismus, Republik und Sozialismus auftrat. All das sind lediglich verschiedene Geschmacksrichtungen von Sklaverei.]
Zusammenfassung
Staaten erheben Anspruch auf Menschen, weil diese innerhalb imaginärer geografischer Linien geboren werden. In Wahrheit ist ein Staat einfach eine Gruppe Bewaffneter, die dich töten werden, wenn du ihnen nicht gehorchst. Grenzen und Landmassen haben nichts mit deinem Wert als menschliches Wesen zu tun. Staats- und Verwaltungsgrenzen wurden gezogen, um den Herrschern stabile Macht über dich zu erlauben.
„Wir“ ist das Wort, welches von der Kultur benutzt wird, um die Grenzen und Rechtsvorschriften eines Landes zu legitimieren. Du bist verpflichtet, den Rechtsvorschriften der Nation unter Androhung der Todesstrafe zu gehorchen, weil du Teil des „wir“ innerhalb imaginärer geografischer Linien bist. Dies ist kein „wir“, dem du freiwillig beigetreten bist. Dies ist kein „wir“, dem du entfliehen könntest. Dein Land, deine Familie und dein Besitz sind für dieses „wir“ nicht von Belang. In unserer Welt besteht der einzige Weg, „unserer“ Tyrannei zu entkommen, darin, ein „wir“ durch ein anderes zu ersetzen – vorausgesetzt „wir“ lassen dich. [Das ist der ganze Dreh an der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ der Vereinten Nationen.] Das Böse möchte dich glauben machen, dass du Grenzen unterworfen seist. Das ist eine Lüge.
Nach Jahrtausenden der Könige, haben jene, die nicht königlich waren, aber nach Macht strebten, einen Weg gefunden, sie zu erlangen. Nationen erlaubten bösen Menschen, die Kontrolle über Kultur und Rechtsvorschriften zu behalten; Autorität zu haben. Hitler nannte seine Version Nationalsozialismus. Lenin nannte seine Version Kommunismus. Manche werden Imperien genannt, einige Gottesstaaten und wieder andere Demokratien. Aber alle haben sie eines gemeinsam: die Vormacht des Staates. In den Nationen lehrt die Kultur, dass niemand über den Rechtsvorschriften stünde, und weil [alles Land unter den Nationen aufgeteilt ist] Nationen geografisch definiert sind, kann niemand den Rechtsvorschriften entkommen. Klarer ausgedrückt lehren Nationen, dass du weniger wert seist als die Rechtsvorschrift.
Die Definition des Bösen ist die Zerstörung der Freiheit. Wäre die Politik das, was sie vorgibt zu sein, wäre sie keine Regierung, sondern eine karitative Einrichtung. Da du keine Wahl hast, ist Freiheit eliminiert und wer auch immer die Regierung kontrollieren kann, herrscht über dich.
Regierungen haben per Definition ein Monopol auf Gewalt. Diejenigen, die nach Macht über dich streben, werden nicht Regierung bekämpfen. Warum sollten sie kämpfen, wenn das, was sie anstreben, Macht über dich ist? Die Institution, die böse Menschen haben wollen, gibt es bereits. Es ist natürlich für das Böse, sich seinen Platz in der Regierung zu suchen. Die Geschichte zeigt uns, dass jede Nation, die jemals geschaffen wurde, als Instrument im Namen böser Menschen verwendet werden kann, verwendet worden ist und auch künftig verwendet werden wird.
Das Böse strebt nach Macht. Dies ist eine unveränderliche Wahrheit. Je mehr Macht du einer Regierung verleihst, desto mehr Böses wirst du dort finden.
Literatur:
- Das Ende des Bösen / Jeremy Locke, übers.v. Rudolf Engemann, 2015
- The End of All Evil / Jeremy Locke, 2005
- Das Ende des Bösen / Jeremy Locke, gelesen v. Matthias Schirm
